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International trips

Während die anderen ihre Endjahresexamen hatten, die ich als international student nicht mitschreiben musste, hatte meine Schule Ausflüge und Aktivitäten für die anderen international students und mich organisiert.

Am ersten Tag (Donnerstag der 6. November) hätten wir eigentlich ein international football tournament gehabt, also wir gegen die international students der anderen Schulen. Das wurde leider abgesagt, da das Wetter zu schlecht war, deswegen waren wir dann Bowlen und im Kino, was auch total viel Spaß gemacht hat.

Am Sonntag war ich dann mit einer Freundin auf dem Skytower in Auckland, wir hatten unglaubliches Wetter, es waren kaum Wolken am Himmel und man konnte unglaublich weit sehen! Vor allem den Meeresblick fanden wir so beeindruckend, wir haben die Harbour Bridge gesehen und mehrere Inseln (u.a. Rangitoto Island und Waiheke Island). Es war soo toll! Danach waren wir noch eine Zeit in der Stadt shoppen, außer dem Skytower gibt es in Auckland nicht wirklich Touristenattraktionen…

Am Montag der nächsten Woche hatten wir dann T-Shirt painting und printing, wir haben alle Neuseelandmotive auf die T-Shirts gemalt, einige sahen am Ende echt gut aus!

Am Dienstag hatten wir bumper Ball, da waren wir bis zu den Hüften in Bällen und dann konnten wir gegeneinander laufen, vorwärts oder rückwärts Rollen machen und wir haben sogar Fußball gespielt! Dafür gab es keine Regeln, das Ziel war es, den Ball in das Tor der gegnerischen Mannschaft zu schießen. Die Jungs brauchten uns nur einmal kurz anzustoßen und schon lagen wir auf dem Boden. Aufstehen war dann echt schwierig! Insgesamt hat es echt viel Spaß gemacht, es war nur sehr warm in den Bällen und die Sonne hat sehr stark geschienen.

Am Mittwoch waren wir in blackwater rafting in den Waitomo Caves. Wir haben uns um 6:15 Uhr an der Schule getroffen, da wir ungefähr 2 ½ Stunden fahren mussten. Als wir dann angekommen waren, haben wir als erstes Neoprenanzüge, Schwimmwesten, Helme mit Lampen und Plastikschuhe angezogen. Wir haben uns total komisch darin gefühlt, wie Pinguine… dann sind wir mit einem kleinen Bus zu der Höhle gefahren, wir hatten so kleine Gummireifen, wie man sie auch immer in Rutschen hat. Am Anfang sind wir durch das Wasser gelaufen, es war richtig toll! Danach hatten wir zwei Wasserfälle, die wir rückwärts runterspringen mussten und dann im Reifen landen mussten. Ich hatte so Angst! Aber es war nicht hoch, nur so einen Meter und es war ein richtig cooles Gefühl, runter zu fallen! Danach sind wir durch die Höhle mit dem Reifen gefahren. Wir haben alle unsere Lampen ausgemacht, in den Höhlen gibt es Glowworms, die leben an der Decke über dem Wasser und leuchten grünlich, es sieht fast so aus wie Weihnachtsketten, es ist soo schön!! Danach waren wir noch in der eigentlichen Glowworm Cave, da haben wir ein Boot durchgenommen und die ganze Decke war bedeckt! Es war so beeindruckend! Als nächstes waren wir noch in einer farm show, der demonstriert, wie die ersten Europäer hier angebaut haben. Der Typ war echt cool und es war super interessant zu sehen, wie es früher so war! Danach ging es auch schon wieder zurück nach Auckland.

Freitag war dann unser nächster Programmpunkt, da die Aktivität von Donnerstag verschoben wurde, da es den ganzen Tag geregnet hat. Wir sind zu einer anderen Schule gefahren, wir hatten dort einen Maori cultural day, das sind die Ureinwohner von Neuseeland. Jeder Stamm hat eine sogenanntes marae, das man nur betreten darf, wenn man offiziell begrüßt wird. Sie haben uns einige Lieder vorgesungen und danach haben die Jungs einen Haka (ein Tanz der Maori) einstudiert und wir haben eine spezielle Pflanze geflochten. Das war echt schwer! Danach haben wir Mädels noch einen Tanz mit dem „poi“ gelernt, das ist eine Art Spielzeug mit dem die Feinbeweglichkeit der Hände trainiert wird, die die Männer zum Kampf brauchen. Danach gab es ein Gericht aus dem „hangi“, das ist ein Loch im Boden mit dem die Erdwärme genutzt wird, um zu kochen. Das Essen muss mehrere Stunden im Boden bleiben und ich fand es schmeckte entsprechend… war trotzdem eine tolle Erfahrung. Danach haben wir noch einen poi selber hergestellt, was gar nicht so schwierig war. Sah nur nicht ganz so aus wie die, die die Maoris gemacht haben… :D Anschließend war der Tag auch schon um, es war sehr interessant zu sehen, wie die Ureinwohner so leben und arbeiten und wie stark der Familienbund ist! Für sie gehörten wir dann auch zur Familie und sie haben zum Abschied uns ganz viel Spaß und Glück für die Zukunft gewünscht und ihre Gebete wachen über uns! Sie waren so lieb und süß!

Nach einem schönen Wochenende mit einer Fahrradtour mit meinem Gastvater am Strand entlang und einer Verabredung mit einer Freundin wollten wir am Montag eigentlich Segeln gehen, es hat aber leider den ganzen Tag geregnet, daher wurde es verschoben.

Am Dienstag war dann „Carving“ angesagt, das ist so eine Art Schnitzen und bei den Maori total populär. Wir hatten allerdings moderne Maschinen zur Unterstützung, ich fand es auch so schon schwer genug, ich und künstlerische Tätigkeiten passen nicht so wirklich zusammen. :D Wir hatten aber super viel Spaß und am Ende eine schöne Erinnerung mit dem Pegasus aus dem Schulwappen mit eingebranntem silver fern.

Am Mittwoch hatten wir einen trip zu den Waitakere Ranges und den west coast beaches. Ich war dort schon einmal gewesen, als ich meinen agent in den Ferien besucht habe, aber man sieht die Sachen beim zweiten Mal oft anders und mit anderen Leuten ist es auch noch mal anders. Unter anderem waren wir an einem sehr schönen und auch bekannten Strand, „Piha beach“. Es war unglaublich! Es gab einen ungefähr 50 Meter hohen Fels, man hatte eine unglaubliche Sicht von dort! Wir sind barfuß gelaufen und auf dem Rückweg mussten wir wieder über den schwarzen Sand, der sich in der Zwischenzeit ordentlich aufgeheizt hat, ich habe mir total die Füße verbrannt! Das war so unangenehm! Ich hätte nicht gedacht, dass die Sonne so viel Kraft hat… Wir waren noch an einem Wasserfall und einem anderen Strand und dann ging es auch schon wieder nach Auckland zurück.

Am Donnerstag war dann der Ersatztag für das Segeln, aber leider war der Wind zu stark weswegen das nicht klappte. Stattdessen sind wir mit einem Schnellboot gefahren, das war mindestens genauso toll!! Wir sind erst zu einer Vulkaninsel gefahren und dort ein bisschen rumgelaufen und dann noch zu einer anderen Insel, auf der sonst niemand war außer wir! Die Insel war super schön! Das lustige war, das auf der einen Seite das Wasser total ruhig war und auf der anderen sehr wellig! Auf dem Rückweg sind wir dann sehr schnell gefahren und wurden von Kopf bis Fuß nass, wir hatten dem Fahrer gesagt, dass wir nass werden wollen.

Freitag war dann wieder frei, wenn wir mit dem Carven am Dienstag noch nicht fertig geworden wären hätten wir es fertigstellen können, aber so hatten wir einen freien Tag. Meine Gasteltern hatten angeboten, dass ich von Samstag auf Sonntag Freunde einladen könnte, die dann bei mir übernachten würden, dafür würde ich auf meine kleine Gastschwester aufpassen. Das mache ich auch so sehr gerne, aber so war es noch besser. Ich habe mich mit einigen anderen internationals am Countdown (typischer Supermarkt hier) getroffen und wir haben uns für den Abend eingedeckt. Zum Abendessen hatten wir Gnoccis mit Tomatensoße und Salat, es war soo lecker!! Endlich mal wieder ein Essen ohne Fleisch! Für Leute hier zählt ein Essen ohne Fleisch nicht als volles Meal, das heißt es gibt jeden Abend Fleisch… ich finde es nicht so toll, aber es geht nach einer Weile. Wir haben dann einen Film geschaut (50 first dates) und haben noch lange geredet. Es ist so toll, sich mit den anderen internationals auszutauschen, da sie ähnliche Meinungen haben und besser nachvollziehen können, wie es ist, hier zu sein und was man fühlt und denkt.

Am Montag hatten wir dann Christmas cooking, wir waren in 4er Gruppen, es war richtig lustig, wir haben mindestens die Hälfte des Teigs gegessen. :D Außerdem war es echt komisch, Plätzchen zu backen, wenn es draußen warm ist und Sommer. Die Plätzchen haben am Ende sogar geschmeckt, die orange chocolate Christmas pudding weniger. Bei meiner Gastfamilie kam es trotzdem gut an.

Am Dienstag stand auch schon der letzte Programmpunkt an, die Sonshine Ranch. Wir mussten etwa 30 Minuten fahren. Als erstes waren wir reiten, wir haben erst Kurven reiten geübt und Ecken ausreiten und sind sogar kurz getrabt! Ich kam mir wie ein Kartoffelsack vor, der auf und ab gehüpft ist… Wir sind dann noch einige Zeit durch die Natur geritten. Im Anschluss sind wir zum „water confident course“ gegangen, es gab verschiedene Wege, das Wasser zu überqueren, über Seile, Reifen oder Hangeln. Dann gab es noch ein Wasserrad, auf dem man möglichst viele Runden laufen muss, bevor man reinfällt. Danach haben wir noch einen „flying fox“ gemacht, wie man es auch so ähnlich aus dem Kletterwald kennt, außer dass wir einen Griff hatten, an dem wir uns festhalten sollten und am Ende rennen mussten. Wir konnten auch rückwärtsfahren, es war echt lustig! Später gab es noch „rope swing“, das ist eine riesige Tellerschaukel, die sehr weit schwingt. Es war ein unbeschreibliches Gefühl, durch den Wald zu schaukeln, vor allem als man gerade abgesprungen war! Ich war quasi im ersten Moment schwerelos! Danach war unser Programm leider auch schon vorbei und es hieß Abschied nehmen von den supernetten Leuten aus dem international office, die sich ein halbes Jahr um alle unsere noch so kleinen Probleme gekümmert hatten.

Hier wieder einige Eindrücke:

https://www.dropbox.com/sh/fdoin17oug0meij/AADR9KD-yMgFGilge7YhsKnqa?dl=0

19.12.14 00:02


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Letzte Schulwochen/ Wetter

Einige Neuseeländer sagen, dass man in Auckland vier Jahreszeiten an einem Tag haben kann und das stimmt wirklich! Vor allem am Anfang, als es ja Winter war, war es morgens total kalt, nicht so extrem wie in Deutschland, aber ich konnte meinen Atem sehen und mit der Schuluniform (mit Rock!) war es viel zu kalt. Sobald dann die Sonne herauskam, war es schön warm, die hat hier viel mehr Kraft als in Deutschland. Das Wetter kann sich total schnell ändern und ist unvorhersehbar (man sollte immer einen Regenschirm dabei haben). Manchmal in lunch time saßen wir am Anfang nur mit Bluse draußen und dann fängt es plötzlich aus heiterem Himmel an zu regnen und binnen zwei Minuten regnet es „cats and dogs“! Grundsätzlich macht es etwa 5-10 ° C Unterschied, ob die Sonne scheint oder es bewölkt ist. In der letzten kompletten Schulwoche hatten wir zum ersten Mal typisch neuseeländisches Regenwetter. Erst da wurde mir bewusst, wie viel Glück ich mit dem Wetter in Term 3 hatte, das normalerweise vom Wetter her das schlechteste ist, da es Winter ist. Es gab zwar auch davor schon mehrere Regenschauer, aber es hat nie einen ganzen Tag lang geregnet, geschweige denn mehrere Tage. In der letzten kompletten Schulwoche hat es aber zum Teil den ganzen Vormittag geregnet, obwohl ja eigentlich Sommer wird. Da vergeht einem echt die Lust auf Schule, die Schuluniform ist komplett nass und wir hatten auch noch Kajaken im Pool, danach wieder in die klamme Kleidung… Das Gute daran ist allerdings, dass es „short lunch“ gibt, wenn es regnet, das heißt lunch time ist 30 Minuten anstatt 45 Minuten, so haben wir um 3 Uhr anstatt um 3:15 Uhr aus. Außerdem ändert es sich ja wie gesagt auch zum Teil super schnell, an einem Tag bin ich nach einem Schultag mit Dauerregen in die Gym gegangen und als wir nach etwa 1 ½ Stunden wieder herausgekommen sind, war strahlender Sonnenschein und es war schön warm! Das war richtig cool! Die letzte Schulwoche ging dann super schnell vorbei und dann war auch schon die letzten Tage da! Dienstag (4. November) war der letzte Unterrichtstag und das war richtig traurig! Die ganzen Fächer das letzte Mal zu haben, die Lehrer und die Leute ein letztes Mal zu sehen… in Outdoor Education hatten wir shared lunch, das haben die hier oft am Ende des Jahres, jeder bringt etwas zu Essen mit und dann isst man zusammen. Für Outdoor haben wir Pizza bestellt :D. Das war auch richtig cool! Am Mittwoch hatten wir dann das letzte house assembly, das gleichzeitig auch prize giving war, das heißt die Schüler werden für ihre achievements aus dem Jahr geehrt. Es war zwar relativ lang aber es war auch echt interessant zu sehen, wie das alles in Neuseeland so abläuft. Dann hat der Direktor noch allen viel Erfolg für die Examen gewünscht und dann war es auch schon vorbei! Meine Schulzeit am Pakuranga College war vorbei… Fühlt sich echt komisch an…
 
Hier einige Bilder von meinem letzten Schultag:
https://www.dropbox.com/sh/gnz9j2iw7swqwz2/AACwCYfHS52JFAywng49HOx9a?dl=0
21.11.14 01:26


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